Sonntag, 21. September 2014

Was läuft so im Moment

Nun ist doch schon einige Zeit seit meinem Verzicht auf die EM verstrichen und immer wieder werde ich von Freunden und bekannten auf meinen Gesundheitszustand angesprochen. Es freut mich sehr, dass so viele Freunde und Bekannte hinter mir stehen und mich auf meinem Weg unterstützen.
In den letzten 3 Monaten gab es immer wieder Momente, bei denen mir bewusst wurde wie wunderbar es ist, ein gutes Umfeld um sich zu haben und schöne Momente mit der Familie und/oder mit Freunden zu verbringen.
Viamalaschlucht
Wanderung Viamalaschlucht mit Björn und Fiona
Da ich meinen Trainingsumfang fast ganz reduziert hatte, verblieb mir mehr Zeit gemeinsam mit den Kindern etwas zu unternehmen, oder auch mal ein Buch zu lesen. Es würde auch das eine oder andere Mal ein neues Koch- oder Kuchenrezept ausprobiert, was auch von meiner Familie sehr geschätzt wurde. So waren sie Tage ohne Lauftraining auch sehr erfüllt und ausgefüllt.
Jedoch blieben die körperlichen Beschwerden doch etwas hartnäckiger als erwartet und so kam mein noch fast neues Scott Mountainbike diesen Sommer vermehrt zum Einsatz und ich muss zugeben, auch das Biken kann richtig Spass machen...so wurde in den letzten 3 Monaten gewandert, gebiket oder mit Stöcken auf die Parsenn gelaufen. So kam ich auch auf meinen "Auslauf"...
Finnenbahn Davos
Aber das joggen ist und bleibt mein Sport und so bin ich super happy, dass ich nun wieder mit leichtem Lauftraining anfangen konnte. So habe ich mit 5 min joggen auf der Finnenbahn (barfuss) angefangen und dies langsam auf 30 min gesteigert. Abwechselnd mit einer Einheit Aquajogging im Davoser Wellness-Bad eau-là-là.
Auch kann ich schon wieder Trainings im Gelände machen, wobei schnelles Berglaufen mit Joggen abgewechselt wird. Dies macht umso mehr Spass in dieser Jahreszeit, da die Davoser Herbstlandschaft wunderschön ist, und auch die Sonne sich doch auch das eine oder andere Mal blicken lässt.
Trailrunning Panoramatrail Davos-Parsenn
tolle Begegnung mit einem sehr zutraulichen Murmeltier
Nun hoffe ich, dass meine Genesung so weitergeht, auch wenn ich immer noch viel Geduld brauche. Zudem freue ich mich auf nächstes Wochenende, denn da darf ich mit Ochsner Sport und Adidas eine Laufgruppe  an den Berlin City Marathon begleiten.  ich freue mich sehr auf eine tolle Stadt und einen ebenso tollen Marathon.  
Bis bald 
Jasmin

Montag, 18. August 2014

Emotionsreiche EM-Woche Zürich 2014

Nun ist es schon vorbei. Eine tolle Leichtathletikwoche mit vielen Highlights und auch einigen schwierigen Momente ist Vergangenheit.
 Sechseläutenplatz mit dem House of Switzerland
Guy und ich dürften schon am Dienstag den ganzen Tag im Stadion verbringen und die ersten Entscheidungen live miterleben. Dies war die optimale Einstimmung auf eine tolle Woche, zudem es auch noch eine eindrückliche Eröffnungsfeier gab, mit den Weltstars Freddy Nock(Seilakrobatik) , DJ Bobo und Sunrise Avenue.


Am Mittwoch ging es erneut ins Stadion und wir durften ein weiteren interessanten Leichtathletiktag erleben. Jedoch hiess es an diesem Tag sich warm anzuziehen, da Wind, Regen und Sturm sich abwechselten.


Anschliessend reisten wir zurück nach Davos bis Freitag Mittag, und schon hiess es wieder Tasche packen. Guy durfte direkt im Stadion den Goldlauf von Kariem Hussein miterleben, was sicherlich eines der Highlights dieser EM war.
Ehrenrunde von Karies Hussein (Gold 400m Hürden)
 Das Marathon-Wochenende stand auf dem Programm. Ich reiste mit gemischten Gefühlen nach Zürich, einerseits die Enttäuschung, dass ich selber nicht starten kann andererseits eine grosse Spannung über den Rennverlauf. Was aber wirklich schön war, dass auch unsere Kinder, meine Eltern und Freunde mit dabei waren und so durften wir einen wunderbaren Tag miteinander verbringen. Beim Start vom Frauenmarathon war noch leichter Regen, der jedoch nach kurzer Zeit aufgehört hat und somit ideale Bedingungen herrschten. Dies nutzten die Athletinnen und es gab ein unglaublich schnelles Rennen und man sah dass alle Athleten top vorbereitet waren für diesen anspruchsvollen Parcours. Auch das CH-Team darf zufrieden sein mit seinem 5. Platz bei der Nationenwertung und ich bin wirklich stolz auf das gesamte Team.
das Damenfeld kurz nach dem Start
volle Unterstützung für das Marathon-Team
schöne Begegnung mit Jan Billeter

Guy und Björn im Aufstieg kurz vor der Polyterasse

Während dem Marathon wurde ich begleitet vom Moderator des RTS
Am Nachmittag ging es gemeinsam ins Stadion und für unsere Kinder und Freunde war es das erste Mal in einem Leichtathletikstadion. Es war auch für sie ein super Erlebnis und dies freut mich sehr.


Die Familie und Freunde reisten anschliessend wieder zurück in die Berge, wobei Guy und ich noch eine Nacht in Zürich blieben. So konnten wir zu Zweit nochmals am Sonntag auf die Marathonstrecke gehen und dies nun bei schönstem Sonnenschein. Unglaublich war die Stimmung und die vielen Zuschauer auf der gesamten Strecke und mit der Team-Bronzemedaille zeigten die CH-Männer eine super Leistung. Herzliche Gratulation!!

Verpflegungsstation: Viktor Röthlin
EM Medaillensatz
100.000 Zuschauer am Sonntag !

Dienstag, 29. Juli 2014

Wie weiter....

Wie ihr gleich sehen könnt, war ich die letzten 3 Wochen nicht untätig. Nach einigen schweren Tagen, fand ich wieder zu einem etwas geregelten "Alltag" zurück, wobei es einige speziell schönen Momente gab.
So genoss ich die Wanderung im Davoser Gwunderwald mit meiner Tochter Fiona bei schönstem Sommerwetter.
Ruheoase im Gwunderwald
Besonders schön war auch der Tagesausflug in den Zürich-Zoo, wobei man so richtig entspannen kann und die vielen schönen Tiere bestaunt.
Zoo Zürich, Elefantenbaby
Masoalahalle
Patenkind Marco und Tochter Fiona
Auch das eine oder andere Training konnte ich in den letzten 3 Wochen absolvieren. So gab es eine Laufeinheit in Begleitung einer der besten Marathonläuferinnen von Deutschland. Sabrina Mockenhaupt weilte für fast 4 Wochen mit weiteren Top-Athleten hier in Davos im Trainingslager und sie genoss auch das eine und andere Mal unser Gastfreundschaft. Auch konnten wir bei uns im Garten ein Circuittraining mit den Langläufern der Trainingszelle Davos/Klosters absolvieren. Es waren sehr interessante und lustige Stunden, die wir miteinander verbringen durften.

Sabrina in Balance
Circuittraing bei uns im Garten
Laufeinheit mit Sabrina
Ich und meine ganze Familie freuen uns schon auf die EM  in Zürich und wünschen Sabrina und natürlich allen Schweizern viel Glück.
Auch fand dieses Wochenende der Swissalpine Marathon in Davos statt und diesmal war ich nur als Zuschauer mit dabei, bzw. durfte ich am Freitag während dem Kinderrennen Autogramme geben. Es war ein sehr schönend Wochenende und ich traf viele Lauffreunde und die Motivation nächstes Jahr am 30. Swissalpine wieder am Start zu stehen ist sehr gross.
Meine Gratulation geht an die Sieger Jonas Buud und Denise Zimmermann , aber auch an alle Finnischer und an das gesamte OK, die bei sehr garstigen Bedingungen ihr Bestes gegeben haben.

Nun heisst es für mich aber immer noch dem Körper die nötige Erholung zu geben und hoffentlich kann ich bald wieder mit geregeltem Lauftraining anfangen.
Autogrammstunde

Start zum 29. Swissalpine Marathon Davos

Freitag, 11. Juli 2014

Schweren Herzens das Projekt Europameisterschaft abgebrochen

Fast auf den Tag zwei Jahre sind es her, seit ich angefragt wurde, ob ich Interesse hätte, beim Projekt Swiss Starters mitzumachen. Ich, eine Bergmarathonspezialistin, sollte unser Land an den Europameisterschaften 2014 im Marathon vertreten dürfen? Im ersten Moment klang das für mich seltsam, aber mein Interesse war geweckt. Ich fand es spannend, auf sportlicher Ebene etwas Neues auszuprobieren.

Lesen Sie mehr unter folgendem Link.......http://www.datasport.com/de/Fuer-Sportler/Leichtathletik-EM-2014/Schweren-Herzens-das-Projekt-Europameisterschaft-abgebrochen.htm?lang=de

Mes adieux au projet des championnats d'Europe, le cœur gros


Cela fait presque deux ans jour pour jour que l'on m'a demandé si je souhaitais re-joindre le projet Swiss Starters. Moi, une spécialiste du marathon en montagne, je représenterais notre pays aux championnats d'Europe 2014 dans la catégorie mara-thon? Cela m'a d'abord semblé bizarre, mais il y avait de quoi éveiller mon intérêt. J'étais enthousiaste à l'idée d'essayer quelque chose de nouveau dans le domaine sportif. 



Montag, 23. Juni 2014

Vorbereitungslauf: Bergmarathon oder Frauenlauf?

Wie die meisten Athletinnen und Athleten, habe auch ich in meiner Vorbereitung auf den EM-Marathon den einen oder anderen Vorbereitungswettkampf geplant. So lief ich am letzten Samstag im Liechtenstein den LGT-Marathon. Dies wird einige von euch sehr erstaunen, da man ja weiss, dass die meisten Marathonläufer nur 2-3 Marathons pro Jahr laufen. 

Foto by Swiss-Image
Da ich mein Training diesen Winter etwas mehr auf Marathontraining umgestellt hatte und somit auch viele Kilometer auf der Strasse und in der Fläche trainiert habe, musste ich feststellen, dass dies für mich nicht die optimale Lösung war. Ich spürte, dass ich einen Teil meiner Leichtigkeit und Beweglichkeit beim Laufen verloren hatte. Auch muskuläre Probleme waren häufiger. 

Foto by Swiss-Image

Frische Energie im Gelände und den Bergen

So war es für mich klar, dass ich wieder vermehrt im Gelände laufen muss, um meine Leichtigkeit zu finden. Zudem kann ich im Gelände und in den Bergen sehr viel positive Energie tanken. Diese brauche ich, um mein Sportler-, Familien- und Unternehmerleben zu meistern. Somit stand der Entscheid auch fest, einen Bergmarathon in meine Vorbereitung einzubauen.


So startete ich am Samstag den 14. Juni am LGT-Marathon über die Distanz von 42km mit einer Steigung von 1870 m und einem Gefälle von 720m.

Ein flacher Strassenmarathon ist jedoch nicht mit einem Bergmarathon zu vergleichen. Da man bei einem Bergmarathon fast mehrheitlich berghoch läuft, ist die Belastung auf den Bewegungsapparat viel geringer und somit die Erholungszeit viel kürzer. In der Regel kann ich nach 2-3 Tagen Erholungstrainings wieder mit dem normalen Training anfangen. Ein grosser, positiver Nutzen für mich ist die maximale Belastung des Herz-Kreislaufsystems und dies während einer längeren Dauer (3h40’). Zudem ist die muskuläre Belastung geringer, da man dank einem abwechslungsreichen Streckenprofil und unterschiedlichen Laufterrains immer wieder andere Muskelpartien belastet.

Mental muss auch trainiert werdenWährend des Wettkampfes kann ich auch meine mentale Stärke trainieren, da bei einem Bergmarathon die eine oder andere Krise zu überwinden ist. Dies sind Gründe, weshalb für mich dieser Bergmarathon ideal in meine Vorbereitung passt und zudem ist natürlich ein solcher Sieg beim LGT-Marathon sehr motivierend und zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. 
Die Vorbereitung ist jedoch bei den einzelnen Athletinnen ganz unterschiedlich: am selben Wochenende starteten Maja Neuenschwander und Patricia Morcelli am Frauenlauf in Bern während Martina Strähl einen kürzeren Berglauf bestritt.
Schon 2 Tag nach dem Lauf konnte ich gemeinsam mit Guy ein lockeres Lauftraining absolvieren. Wir liefen hoch nach Dürrboden und wollten mit dem Bus zurück. Jedoch fuhr noch gar kein Bus zurück nach Davos und wir mussten runter laufen. Wir genossen jedoch den tollen Tag und so gab es eine etwas längere Trainingseinheit als geplant.


zurück joggen war angesagt

1 Woche nach dem LGT Marathon: 3 mal 1 Runde um den Davosersee schnell




Montag, 9. Juni 2014

Sport ist Ferien, Ferien ist Sport

Gleich 1 Tag nach der Bekanntgabe der EM-Selektion des Marathonteams, flog ich mit meinem Ehemann und Coach sowie unseren beiden Kindern, Björn (14J.) und Fiona (10J.), nach Fuerteventura. Für mich waren diese 2 Wochen schon länger als Trainingslager geplant und mit dem positiven Selektionsbescheid in der Tasche war die Motivation natürlich noch grösser.
















Aber wie kann man Trainingslager und Familienurlaub kombinieren? Ich denke viele von Euch kennen diese Situation und finden mehr oder weniger gute Lösungen. Auch für mich ist dies immer wieder eine neue Herausforderung, welche ich aber über die Jahre und das Grösser werden der Kinder immer mehr perfektionieren konnte.

So fanden wir in Fuerteventura einen idealen Ort für unseren gemeinsamen Aufenthalt. Mein Mann und ich konnten gleich morgens vor dem Frühstück unsere 1. Trainingseinheit absolvieren, da verschiedene markierte Laufstrecken direkt von der Hotelanlage starten. Wir hatten die Auswahl für das Trail-Training im hügeligen Gelände zu laufen oder auf dem perfekten Radweg für das Marathontraining.



Gemeinsame Zeit zwischen den Trainings

Anschliessend ging es zum gemeinsamen Frühstück mit den Kindern. Danach nutzten wir jeweils das vielseitige Angebot der Anlage. Sei es ein Fitness-Boxing-Training mit der ganzen Familie oder ein Zumba-Kurs mit meiner Tochter, während die beiden Männer beim Golfen waren.


















Stand eine intensive Einheit auf dem Trainingsprogramm, wurde die meist auf der Runde in der Hotelanlage (1400m) absolviert. So konnten die Kinder uns beobachten oder auch mit Getränken verpflegen, oder Fotograf spielen, was ihnen viel Spass bereitete. Zudem wurde ich das eine oder andere Mal von meiner Tochter mit einem Zwischenspurt herausgefordert. 

Nach dem Mittagessen war Pool oder Strand angesagt und auch das Baden im Meer kam nicht zu kurz.

2. Trainingseinheit an Nachmittag


Ich nutzte das eine oder andere Mal das Spinning-Angebot, wobei mich mein Sohn begleitete und es ihm so viel Spass bereitete, dass der 17:00 Uhr Spinning-Termin fix auf seinem Tagesprogramm stand. 



Anschliessend ans Spinning gab es unter Anleitung meines Coachs und Ehemann Guy noch eine Laufeinheit oder ein Krafttraining, wobei viel mit Redcord (Slings) gearbeitet wurde


Die Liegewiese direkt vor unser Zimmer wurde auch genutzt als Trainingsgelände für das gemeinsame Workout „Lauf-ABC“, oder aber als Spielplatz für die Kinder, wo sie ihre abendliche Wasserschlacht mit den Wasserpistolen abhielten.


Und schon war jeweils Abendessenszeit, wo wir uns richtig verwöhnen lassen konnten.

Wohlverdiente Ruhetage



Am wohlverdienten Ruhetag unternahmen wir einen Familienausflug in den Oasis-Park, wo den Besucher exotische Tiere und Pflanzenarten erwarten. Auch ein Kamelritt im oder ausserhalb des Parks war möglich. So gingen die 14 Tage wie im Fluge vorbei und alle vier hatten ihren Spass und für mich standen doch in der 1. Woche 160 und in der 2. Woche 136 Laufkilometer auf dem Zähler. Dazu kamen noch einige Höhenmeter, Fitnessstunden wie Ab Core, Zumba, Spinning usw.!



Gut trainiert und vollgetankt mit Sonne und Wärme sind alle vier glücklich nach Davos zurückgekehrt und schon steht die Frage in der Luft: Wann geht’s wieder nach Fuerteventura?